Nahaufnahme einer Imitation des Steins von Rosetta. Auf dem Foto sind Teile der eingemeißelten Hieroglyphen und demotischen Briefschrift zu sehen.

Geschichte der Etiketten

Mit einem sogenannten Rollsiegel machten die Sumerer und Ägypter um das Jahr 6000 v. Chr. den Anfang. Dieses Rollsiegel diente der Beschreibung des Inhaltes z.B. von Amphoren.

Etwas später verbesserten die Griechen und Römer das Verfahren und hängten kleine Anhänger an die Amphoren. Beliebter war allerdings, das direkte Beschriften der Amphore, das heißt man ritzte die Beschreibung des Inhalts außen in den Behälter.

Eines der bekanntesten und für die Geschichte bedeutensten Schildes ist wohl der Stein von Rosetta. Entdeckt wurde der im Jahr 196 v. Chr. entstandene Stein von einem französischen Offizier im Jahr 1799 im Niltal bei dem Ort Rosetta. Die Inschrift wurde in 3 Sprachen (Altgriechisch, Demotisch, Hieroglyphen) eingemeißelt. Da es sich jeweils um den selben Inhalt handelte, half diese Entdeckung dabei, die Hieroglyphen zu entschlüsseln.

Ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung kam dann erst im 15. Jahrhundert durch die Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gensfleisch genannt Gutenberg.

Die ersten wirklichen Etiketten wurden um 1700 als Kennzeichnung für Warenballen mit Leim aufgeklebt.

Die Erfindung des lithografischen Druckverfahrens durch Alois Senefelder gegen Ende des 18. Jahrhunderts ermöglichte die Produktion von schön gestalteten Weinetiketten.

Bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts wurden Etiketten ausschließlich mit Leim aufgeklebt. Das änderte sich erst, als Stanton Avery im Jahr 1935 einen selbstklebenden Preisaufkleber auf den Markt brachte. Der Aufkleber nannte sich Kum-Kleen. Die Etiketten wurden auf der Klebefläche mit Kautschukkleber versehen. Diese Etiketten ließen sich auch wieder abziehen.

In Deutschland startete die Feinpapiergroßhandlung Wilhelm Jackstädt in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts mit einer selbstklebenden Postkarte den Siegeszug des selbstklebenden Etikett.